Einmischen

In den letzten fünf Jahren sind in Deutschland neue Brennpunkte im Umweltschutz entstanden. Klagen gegen Feinstaub im Straßenverkehr. Beteiligungen in den Fällen des Baus von Biogasanlagen oder bei Kraftwerksbauten beschäftigen viele tausend Bürger in diesem Land. Weiterhin aktuell sind Beteiligungen und Klagen gegen gentechnische Anlagen, in Fällen von Mobilfunkanlagen oder bei Windenergieanlagen usw. Wie Erfahrungen und Untersuchungen des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen e.V. belegen, ist das Bürgerinteresse, der Umwelt zu ihrem Recht zu verhelfen, groß.

Bürgerbeteiligung ist notwendig, weil den Verwaltungen mehr denn je aufgrund von Arbeitsüberlastung an Vorortinformationen fehlt, um gegen Umweltverschmutzungen vorgehen zu können, bzw. wird schneller reagiert, wenn durch Bürger entsprechender Druck ausgeübt wird.

Für Unternehmen und Investitionsträger sind Umweltschutzmaßnahmen ein Kostenfaktor meistens führen sie ihn nur durch, wenn sie durch öffentliches Interesse dazu gezwungen sind.

Im Folgenden finden Sie Hintergrundinformationen und praktische Hinweise zur Beteiligung an umweltrelevanten Entscheidungsverfahren, und Ihre Möglichkeiten sich durch Umwelthaftungsrecht, Umweltstrafrecht, Umweltzivilrecht und Elemente der direkten Demokratie für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen einzusetzen.